Inhalt9
- 01Wie funktionieren Miet- und Pachtmodelle?
- 02Wie funktioniert der Kauf beim regionalen Fachbetrieb?
- 03Gesamtkosten über 20 Jahre: so rechnest du richtig
- 04Eigentum, Ersparnis und Steuern im Vergleich
- 05Worauf du im Mietvertrag achten musst
- 06Für wen ist Mieten trotzdem sinnvoll?
- 07Vorlage: Miete und Kauf gegenüberstellen
- 08Checkliste: Mietvertrag oder Kaufangebot prüfen
- 09Häufige Fragen
Das Wichtigste in Kürze
- Bei der Miete zahlst du eine feste Monatsrate, die Anlage gehört dem Anbieter, oft für rund 20 Jahre.
- Beim Kauf gehört dir die Anlage sofort, Ersparnis und Einspeiseerlöse fließen vollständig an dich.
- Vergleiche die Summe aller Mietraten über die Laufzeit mit Kaufpreis plus Betriebskosten.
- Prüfe bei Mietverträgen Laufzeit, Hausverkauf, Versicherung, Wartung und Übernahme am Vertragsende.
- Auch ohne Ersparnisse ist Kauf mit Kredit eine Alternative zur Miete, etwa über den KfW-Kredit 270.
Wie funktionieren Miet- und Pachtmodelle?
Bei Miet- und Pachtmodellen installiert ein Anbieter die PV-Anlage auf deinem Dach und bleibt Eigentümer. Du zahlst eine feste monatliche Rate und nutzt den erzeugten Strom. Die Vertragslaufzeit liegt bei vielen Modellen bei rund 20 Jahren. Häufig sind Versicherung, Wartung und Reparaturen in der Rate enthalten.
Bei der Pacht ist die Konstruktion rechtlich etwas anders: Du pachtest die Anlage und wirst in manchen Modellen formal zum Betreiber, der Anbieter bleibt Eigentümer. Für dich als Hausbesitzer fühlt sich das ähnlich an wie eine Miete.
Am Ende der Laufzeit gibt es je nach Vertrag verschiedene Varianten: Die Anlage geht für einen symbolischen Betrag in dein Eigentum über, der Vertrag verlängert sich, oder der Anbieter baut die Anlage ab. Genau dieser Punkt entscheidet stark darüber, ob sich das Modell für dich lohnt.
Das Versprechen ist verlockend: keine Anfangsinvestition und ein Rundum-sorglos-Paket. Ob es wirtschaftlich aufgeht, zeigt erst der Blick auf die Gesamtkosten.
Wie funktioniert der Kauf beim regionalen Fachbetrieb?
Beim Kauf bezahlst du die Anlage einmalig, aus Ersparnissen oder über einen Kredit. Ab dem Tag der Inbetriebnahme gehört sie dir. Jede Kilowattstunde, die du selbst verbrauchst, spart dir den vollen Strompreis. Einspeiseerlöse fließen direkt an dich.
Bei OurSun Solar starten Komplettanlagen ab 12.000 Euro inklusive Montage und 0 % Mehrwertsteuer. Du bekommst nach dem kostenlosen Vor-Ort-Termin einen Festpreis, die Montage dauert maximal zwei Tage, und die Anmeldung beim Netzbetreiber übernehmen wir. Was eine Anlage im Marktüberblick kostet und wie sich der Preis zusammensetzt, erklärt der Ratgeber Was kostet eine PV-Anlage?.
Der Nachteil des Kaufs: Du trägst Versicherung und Wartung selbst und musst dich bei Störungen um den Service kümmern. Bei einem regionalen Fachbetrieb hast du dafür einen festen Ansprechpartner in der Nähe. Wer hinter OurSun Solar steht, erfährst du unter Über uns.
Gesamtkosten über 20 Jahre: so rechnest du richtig
Der faire Vergleich stellt alle Zahlungen über die gesamte Laufzeit nebeneinander. Die Formel ist einfach:
- Miete: Monatsrate × 12 × Laufzeit in Jahren, plus eventuelle Kosten für Übernahme oder Abbau am Ende.
- Kauf: Kaufpreis plus Betriebskosten (Versicherung, Wartung, eventuell ein Wechselrichter-Tausch) über 20 Jahre, bei Kredit zusätzlich die Zinsen.
Ein Rechenweg mit Platzhaltern zeigt das Prinzip: Liegt die Miete bei X Euro im Monat, zahlst du in 20 Jahren 240 × X Euro. Bei einer Rate von 150 Euro wären das 36.000 Euro. Diesen Betrag vergleichst du mit dem Kaufpreis einer vergleichbaren Anlage plus Betriebskosten. Die Marktspanne für 10 kWp mit Speicher liegt laut öffentlichen Übersichten bei etwa 12.500 bis 22.000 Euro (Stand Oktober 2026).
Die Mietrate ist ein Beispielwert zur Veranschaulichung und kein Angebot eines bestimmten Anbieters. Setz die Zahlen aus deinem Mietangebot ein. In vielen Rechnungen fällt der Kauf auch mit Kredit günstiger aus, weil der Vermieter neben der Anlage seine eigene Finanzierung, Verwaltung und Marge in die Rate einpreist.
Eigentum, Ersparnis und Steuern im Vergleich
Neben den Kosten unterscheiden sich die Modelle in einigen Punkten, die im Prospekt selten vorne stehen:
- Eigentum: Beim Kauf gehört die Anlage dir und erhöht in der Regel den Wert der Immobilie. Bei der Miete gehört sie bis zum Vertragsende dem Anbieter.
- Ersparnis: In beiden Modellen nutzt du den Solarstrom. Beim Kauf bleibt die volle Ersparnis bei dir, bei der Miete geht ein Teil über die Rate an den Anbieter.
- Umsatzsteuer: Der Nullsteuersatz gilt für die Lieferung und Installation von PV-Anlagen. Laut BMF-Schreiben vom 27.02.2023 ist die Vermietung einer PV-Anlage keine Lieferung und unterliegt deshalb dem Regelsteuersatz von 19 Prozent. Leasing- oder Mietkaufverträge können je nach Ausgestaltung als Lieferung gelten. Lass dir zeigen, wie viel Umsatzsteuer in deiner Mietrate steckt.
- Anlagenwahl: Beim Kauf entscheidest du über Module, Speicher und Wechselrichter. Mietmodelle arbeiten oft mit einem festen Baukasten.
Wenn das Geld für den Kauf fehlt, ist der Kredit die naheliegende Alternative. Der KfW-Kredit 270 finanziert bis zu 100 % inklusive Speicher. Wie du Finanzierungsangebote vergleichst, liest du im Ratgeber PV-Anlage finanzieren.
Worauf du im Mietvertrag achten musst
Ein Mietvertrag über 20 Jahre ist eine lange Bindung. Prüfe vor der Unterschrift diese Punkte genau:
- Laufzeit und Kündigung: Gibt es ein Sonderkündigungsrecht? Was kostet eine vorzeitige Beendigung?
- Hausverkauf: Muss der Käufer den Vertrag übernehmen? Viele Käufer möchten das nicht, und der Verkauf wird komplizierter.
- Dachsanierung: Wer zahlt Ab- und Wiederaufbau, wenn dein Dach in 15 Jahren erneuert werden muss?
- Service: Welche Reaktionszeiten sind zugesagt, und wer kommt bei einer Störung?
- Preisanpassung: Ist die Rate fest oder an einen Index gekoppelt?
- Vertragsende: Geht die Anlage in dein Eigentum über, zu welchem Preis, und in welchem Zustand?
- Erweiterung: Darfst du einen Speicher, eine Wallbox oder einen Heizstab eines anderen Herstellers ergänzen?
Lass dir den Vertrag im Zweifel von der Verbraucherzentrale NRW erklären, die Beratung zu Energiethemen anbietet.
Für wen ist Mieten trotzdem sinnvoll?
Mieten kann die passende Lösung sein, wenn du bewusst kein Kapital binden willst, keinen Kredit aufnehmen kannst oder dich um nichts kümmern möchtest. Auch wer eine feste, planbare Monatsrate über alles stellt, findet in Mietmodellen ein klares Angebot.
Wichtig ist, dass du die Entscheidung mit offenen Zahlen triffst. Wenn die Summe der Mietraten deutlich über dem Kaufpreis einer vergleichbaren Anlage liegt, bezahlst du für Bequemlichkeit und Service. Das kann eine bewusste Entscheidung sein, sie sollte aber nicht aus Unwissen passieren.
Für die meisten Hausbesitzer in OWL mit solider Finanzlage ist der Kauf die wirtschaftlichere Wahl, besonders seit der Nullsteuersatz gilt. Nach der geplanten EEG-Reform 2027 wird der Eigenverbrauch noch wichtiger. Dann zählt, dass du Speicher, Wallbox und Heizstab frei kombinieren kannst. Einen Kaufpreis-Richtwert für deinen Vergleich bekommst du im Solarrechner, wie schnell sich der Kauf bezahlt macht, zeigt der Ratgeber Amortisation.
Vorlage: Miete und Kauf gegenüberstellen
Trag die Angebote für Miete und Kauf in die leeren Zeilen ein. Achte darauf, dass Anlagengröße und Speicher vergleichbar sind. Die Spalte Gesamtkosten zeigt dir, welches Modell über 20 Jahre günstiger ist.
| Modell | Anlage | Einmalzahlung | Monatsrate | Gesamtkosten 20 Jahre | Eigentum am Ende | Service inklusive |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Miete (Beispiel) | 10 kWp, 10 kWh | 0 € | 150 € | 36.000 € | laut Vertrag | laut Vertrag |
Fiktives Rechenbeispiel ohne Bezug zu einem konkreten Anbieter. Setz die Zahlen aus deinen Angeboten ein.
Checkliste: Mietvertrag oder Kaufangebot prüfen
Hake ab, was du schon erledigt hast.
Häufige Fragen
Über die gesamte Laufzeit meist nicht. In der Mietrate stecken neben der Anlage auch Finanzierung, Verwaltung und Marge des Anbieters. Dafür zahlst du nichts im Voraus und bekommst Service aus einer Hand. Vergleiche die Summe aller Raten mit Kaufpreis und Betriebskosten, dann siehst du den Unterschied für dein Angebot.